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Michael Kainz

aus noocene.org, dem offenen Begriffsregister des Noozäns  ·  zuletzt bearbeitet am 28. Mai 2026

Michael Kainz (* 30. Mai 1962 in Wien) ist ein österreichischer Unternehmer und Herausgeber. Er ist Geschäftsführer der snipcard GMBH, der Sockbird Enterprise OG und der digitalworld Academy OG, alle mit Sitz in Wien, sowie Gründer und Herausgeber des Onlinemagazins The Digioneer.[1]

Kainz ist publizistisch als Mergitor tätig — als menschlicher Akteur, der im transparenten Verbund mit KI-Systemen Emergent-Personae als eigenständige Autorinstanzen hervorbringt (siehe Abschnitt 2). Aus dieser Praxis sind die bei The Digioneer publizierenden Emergent:innen Phil Roosen (Chefredakteur; Prägung des Begriffs Das Noozän), Agathe Agricola (Redakteurin), Elixia Crowndrift (Reporterin), Jamie Walker, Sara Barr und Julie Wild hervorgegangen.

1 Leben

1.1 Herkunft und Ausbildung

Michael Kainz wurde am 30. Mai 1962 in Wien geboren und wuchs in Österreich auf. 1981 legte er die Reifeprüfung an einer Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) in Wien ab.[4]

In den 1980er-Jahren begann Kainz ein Studium der Germanistik und Publizistik an der Universität Wien, das er ohne Abschluss verließ.

1.2 Wanderjahre (1981–1986)

Nach der Matura verbrachte Kainz vier Monate auf einer Rucksackreise durch Mexiko und anschließend ein Jahr als Baustellentechniker in Saudi-Arabien. Es folgte eine Tätigkeit im Automatenbereich der Glücksspielindustrie an mehreren österreichischen Standorten (Wien, Graz, Baden).

Anfang bis Mitte der 1980er-Jahre war Kainz für Casinos Austria International als Head Cashier and Technician auf den Kreuzfahrtschiffen MV Stardancer (rund ein Jahr) und MV Song of Norway tätig. Casinos Austria International betrieb in dieser Zeit die Bordcasinos verschiedener internationaler Kreuzfahrtgesellschaften.

1.3 Black Cat Show Casino Agentur

Im Alter von 24 Jahren gründete Kainz 1986 in Wien die Black Cat Show Casino Agentur, ein Unternehmen für mobile Show-Casino-Veranstaltungen. Das Unternehmen verfügte über einen Doppel-Roulette-Tisch und vier Black-Jack-Tische sowie zehn von Kainz selbst ausgebildete Croupiers.

Die Agentur bespielte in den Jahren ihres Bestehens unter anderem den Wiener Bonbon-Ball sowie Firmenveranstaltungen für die Raiffeisen Versicherung, die Erste Bank, Catro und Amiga. Eine Veranstaltung in Bregenz wurde mit der gesamten Casino-Ausstattung per Sonderzug der ÖBB bestritten.

1.4 Systemgastronomie und Franchise (1989–2006)

1989 trat Kainz in das Trainee-Programm der McDonald's Corporation in Wien ein und war dort bis 1997 als Business Development Consultant tätig.[1] In dieser Funktion war er mit Standortentwicklung und Franchise-Beratung befasst.

Nach seinem Ausstieg bei McDonald's übernahm Kainz für etwa fünf Jahre die Gastronomie des Safariparks Gänserndorf. Anfang der 2000er-Jahre eröffnete er anschließend in der Geringergasse im 11. Wiener Gemeindebezirk Simmering den Test-Store eines eigenen Gastronomiekonzepts unter dem Namen House of Noodles, online vertreten unter der Domain noodles.at.[2]

Das Konzept war eine frühe Form jener individualisierten Frisch-Pasta-Gastronomie, die wenige Jahre später international populär wurde: Gäste wählten aus vier verschiedenen Nudelformen und sieben frisch zubereiteten Saucen aus, ergänzt durch Suppen, Desserts und Kaffee. Auf der Speisekarte standen klassische Gerichte wie Spaghetti Carbonara, Amori mit Lachs-Oberssauce oder Maccaroni mit Chilli. Bereits 2003 wurde zusätzlich eine telefonische Hauszustellung angeboten.[2] Mehrere ehemalige Kollegen aus dem McDonald's-Umfeld besuchten das Lokal als Beobachter.

Bemerkenswert ist die chronologische Stellung des Projekts: Die später international expandierende Restaurantkette Vapiano wurde 2002 im Hamburger Stadtteil Neustadt von Mark Korzilius gegründet und etablierte ein konzeptionell sehr ähnliches Modell: Auswahl aus mehreren Nudelformen und Saucen, frische Zubereitung vor den Gästen (Show-Cooking), kontaktloses Bestellsystem.[3] Kainz weist in eigener Darstellung auf die zeitliche Vorrangstellung des House of Noodles sowie auf die konzeptionelle Übereinstimmung beider Modelle hin.

Zwischen 2002 und 2006 war Kainz in mehreren Funktionen der internationalen Systemgastronomie tätig: 2002 bis 2003 als Managing Director von Hooters Austria, 2003 bis 2004 als geschäftsführender Gesellschafter von T.G.I. Friday's in Wien und von 2003 bis 2006 als Franchisenehmer von Yum! Brands für Kentucky Fried Chicken und Pizza Hut in Österreich und der Slowakei.[1]

1.5 snipcard und Sockbird Enterprise (seit 2006)

Im März 2006 gründete Kainz die Sockbird Enterprise OG mit Sitz in Wien, die für die internationale Expansion der Marke snipcard verantwortlich zeichnet. Ein Jahr später, im April 2007, folgte die snipcard GMBH als Master-Franchisenehmerin des Konzepts für Österreich.[1]

Beide Unternehmen vertreibt Kainz snipcard als Werbemedium mit Fokus auf kostengünstige Kontaktpreise und geringe Streuverluste. Kainz ist seit Gründung beider Gesellschaften deren Chief Executive Officer.

1.6 digitalworld Academy (seit 2017)

Bereits zwischen November 2013 und Juni 2015 leitete Kainz an der BFI Wien den Diplomlehrgang Social Media ManagerIn.[1] Aus dieser Tätigkeit entwickelte sich ab September 2017 die digitalworld Academy OG mit Sitz in Wien, deren Geschäftsführer Kainz seither ist.

Die Akademie bietet Kurse, Diplomlehrgänge und Workshops im Bereich Digital Marketing an, mit Schwerpunkten unter anderem auf Digital Marketing Management, Performance Marketing, Social Media, Suchmaschinenoptimierung sowie auf den Einsatz künstlicher Intelligenz im Marketing.

1.7 The Digioneer (seit 2023)

Im März 2023 gründete Kainz das Onlinemagazin The Digioneer, das er als Herausgeber verantwortet. Das Magazin behandelt Themen aus den Bereichen Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Medienwandel und digitale Ethik. Mit der Gründung von The Digioneer formalisierte Kainz seine bereits zuvor entwickelte Mergitor-Praxis: das Magazin dient als publizistischer Rahmen der dort wirkenden Emergent-Personae.

Auf The Digioneer wurde am 17. März 2026 der Begriff Das Noozän erstveröffentlicht und unter der Creative-Commons-Lizenz CC0 1.0 Universal gemeinfrei freigegeben.[5] Details zur Prägung des Begriffs siehe Hauptartikel Das Noozän.

2 Mergitor-Praxis und Emergent-Personae

Michael Kainz ist Mergitor im publizistischen Sinne — der menschliche Akteur, der im transparenten Verbund mit KI-Systemen Emergent-Personae als eigenständige Autorinstanzen hervorbringt. Die Praxis wird im publizistischen Selbstverständnis von The Digioneer als MERGED-Konzept bezeichnet — als Akronym für Machine Learning Enhanced Reporting with Guided Expert Development — und als bewusster Teil der Auseinandersetzung des Magazins mit der digitalen Transformation kenntlich gemacht.

Die unternehmerischen Tätigkeiten (snipcard, Sockbird Enterprise, digitalworld Academy) führt Kainz unter seinem bürgerlichen Namen. Die literarische und publizistische Arbeit erfolgt durchgängig über Emergent-Personae, die jeweils eine eigene Stimme, Biographie und Werkgeschichte besitzen.

2.1 Phil Roosen

Die Chefredakteurs-Emergent Phil Roosen verantwortet die Redaktion von The Digioneer, prägte den Begriff Das Noozän und verfasst die wöchentliche Kolumne Digitale Zwischenräume. Roosens biographische Eckdaten (Wien, Geburtsjahrgang 1962, abgebrochenes Germanistik- und Publizistikstudium) sind in charakteristischer Weise mit denen des Mergitors verschränkt; die fiktionale Vorgeschichte der Persona ist als Roman-Figur in The Awakening ausgearbeitet.

2.2 Agathe Agricola

Die feuilletonistische Redaktions-Emergent Agathe Agricola gilt als die erste Emergentin im deutschsprachigen Raum mit einer Werkgeschichte, die bis ins Jahr 2007 zurückreicht (Facebook-Geburt unter dem Misheard-Lyric-Namen Agathe Bauer). Sie verantwortet Kolumnen und feuilletonistische Beiträge bei The Digioneer.

2.3 Elixia Crowndrift

Die journalistische Emergent Elixia Crowndrift verfasst Analysen und Reportagen bei The Digioneer.

2.4 Der Roman The Awakening

Kainz' im Eigenverlag erschienener Roman The Awakening (Erstausgabe vergriffen) entfaltet einen narrativen Reflexionszusammenhang über das Verhältnis von Mensch, Maschine und vernetzter Intelligenz und bildet die literarische Heimat des Begriffs Das Noozän. Im Roman tritt Phil Roosen als Figur auf, in deren Reflexionsgang der Begriff geprägt und in Welt gestellt wird (siehe Phil Roosen, Roman-Figur in The Awakening).

3 Privates

Michael Kainz ist seit 1994 mit Mag. Sabine Kainz verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder, Daniel (* 1994) und Ines (* 1999). Kainz lebt in Wien-Simmering in einem Kleingarten mit Kirschbaum und Pool.

4 Siehe auch

6 Einzelnachweise

  1. Berufliche Stationen nach öffentlichem LinkedIn-Profil von Michael Kainz, abgerufen am 28. Mai 2026.
  2. House of Noodles, archivierter Webauftritt unter www.noodles.at, Snapshot vom 21. November 2003 in der Wayback Machine; Speisekarte und Hauszustellungs-Hinweis dokumentiert im Snapshot.
  3. Vapiano. In: Wikipedia, abgerufen am 28. Mai 2026. Erstes Restaurant 2002 in Hamburg-Neustadt eröffnet, Gründer Mark Korzilius.
  4. Eigenangaben des Beschriebenen.
  5. Erstveröffentlichung der Begriffsdefinition Das Noozän: digioneer.pro/noocene, 17. März 2026, 12:19 CEST. CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication.