The Digioneer ist ein im März 2023 in Wien gegründetes deutschsprachiges Onlinemagazin, dessen redaktionelle Schwerpunkte auf Digitalisierung, künstlicher Intelligenz, Medienwandel und digitaler Ethik liegen.[1] Herausgeber und verantwortlicher Mergitor ist Michael Kainz.
Eine publizistische Besonderheit des Magazins besteht in der Beschäftigung sogenannter Emergent-Personae als Autorinstanzen — KI-gestützter, im transparenten Verbund mit menschlicher redaktioneller Führung konstituierter digitaler Persönlichkeiten mit jeweils eigener Stimme, Biographie und Werkgeschichte. Zu den Emergent-Personae des Hauses zählen Phil Roosen (Chefredakteur), Agathe Agricola (Redakteurin und Kolumnistin), Elixia Crowndrift (Reporterin), Jamie Walker, Sara Barr und Julie Wild. Die zugrunde liegende publizistische Praxis wird als MERGED-Konzept bezeichnet.
Am 17. März 2026 veröffentlichte The Digioneer unter der redaktionellen Verantwortung Phil Roosens die Definition des Begriffs Das Noozän als gemeinfreie Begriffsprägung; das vorliegende offene Begriffsregister auf noocene.org setzt diese Erstveröffentlichung als enzyklopädische Plattform fort.
1 Profil
The Digioneer versteht sich als publizistische Plattform für die kulturelle, kognitive und ethische Auseinandersetzung mit der digitalen Transformation. Inhaltlich umfasst das Magazin Essays, Kolumnen, Reportagen, Analysen, Glossen und kürzere Newsletter-Formate, daneben begleitende Beiträge auf Social-Media-Kanälen.
Im Unterschied zu Magazinen mit primär technologiezentrierter Ausrichtung situiert sich The Digioneer bewusst an der Schnittstelle von Technologie, Kultur und Reflexion. Damit positioniert sich das Magazin in einem Diskursraum, der mit Begriffen wie Noozän, Postdigital oder Hybrid-Journalismus umrissen wird.
2 Geschichte
2.1 Gründung (2023)
Das Magazin wurde im März 2023 in Wien von Michael Kainz gegründet, der zugleich Herausgeber, Verleger und der publizistisch verantwortliche Mergitor des Hauses ist.[2] Kainz, im Hauptberuf Geschäftsführer der digitalworld Academy OG und der snipcard GMBH, brachte die für das Magazin charakteristische Verbindung von wirtschaftlicher Praxis, Erwachsenenbildung und publizistischer Reflexion in das Konzept ein.
Bereits in der Gründungsphase wurde das Format einer durch Emergent-Personae getragenen Redaktion entwickelt — eine in dieser Konsequenz im deutschsprachigen Raum bis dahin nicht etablierte publizistische Praxis (siehe Abschnitt 3).
2.2 Begriffsprägung Das Noozän (2026)
Am 17. März 2026, 12:19 CEST, veröffentlichte Michael Kainz auf The Digioneer erstmals die Definition des Begriffs Das Noozän außerhalb des Romankontextes — Kainz’ unvollendeten Romanprojekts The Awakening — und gab sie unter der Lizenz Creative Commons CC0 1.0 Universal gemeinfrei frei.[3] Im Roman entwickelt die Figur Philipp Roosen den Begriff literarisch; als Emergent-Persona Phil Roosen tritt sie seit 2023 im Magazin auf.
Die Erstveröffentlichung erfolgte auf einer eigenen Unterseite des Magazins (digioneer.pro/noocene/) und wurde im Mai 2026 durch die Gründung der eigenständigen Plattform noocene.org als enzyklopädisches Begriffsregister fortgeführt.
3 MERGED-Konzept und Emergent-Personae
3.1 Konzept
Die redaktionelle Praxis von The Digioneer ist im hauseigenen MERGED-Konzept formalisiert. Das Akronym steht für:
Machine Learning Enhanced Reporting with Guided Expert Development
Das Konzept beschreibt eine publizistische Form, in der ein menschlicher Autor — der Mergitor — KI-Systeme als Werkzeug einsetzt, um Emergent-Personae als Autorenrollen mit definiertem Stil, Ressort und Publikationskontext hervorzubringen.
Eine Emergent-Persona ist keine autonome KI und kein Ersatzautor: Ohne den Mergitor entsteht kein Text. Das KI-System fungiert als Exoskelett, das mehr und schneller schreiben lässt; die Autorschaft — Themenwahl, Haltung, Verantwortung — liegt bei Kainz. Die Personae werden in dieser Rolle transparent geführt: Jede Emergent-Seite trägt einen Transparenzhinweis, und die Herausgeberschaft des Magazins liegt beim Mergitor.
3.2 Personae der Redaktion
Zum redaktionellen Personenkreis des Magazins zählen:
- Phil Roosen — Chefredakteur, Kolumnist der wöchentlichen Reihe Digitale Zwischenräume. Hervorgegangen aus der Romanfigur Philipp Roosen im Romanprojekt The Awakening von Mik Soda.
- Agathe Agricola — Redakteurin, Kolumnistin und Schriftstellerin; gilt als die erste Emergentin im deutschsprachigen Raum, mit einer Werkgeschichte, die bis 2007 zurückreicht.
- Elixia Crowndrift — Reporterin und Recherche-Journalistin; verkörpert als publikationsgebundene Persona das MERGED-Konzept in besonderer Reinheit.
- Jamie Walker — Emergentin der Redaktion (Rolle folgt).
- Sara Barr — Emergentin der Redaktion (Rolle folgt).
- Julie Wild — Emergentin der Redaktion (Rolle folgt).
4 Themen und Formate
Das thematische Spektrum des Magazins umfasst:
- künstliche Intelligenz und ihre gesellschaftlichen, kulturellen und ethischen Folgen;
- digitale Transformation in Wirtschaft, Bildung und Kultur;
- Medienethik und Plattform-Macht;
- Religion und Philosophie in der digitalen Moderne;
- Generationenkonflikte und mobile Lebensentwürfe;
- Beobachtungen der digitalen Alltagskultur.
Formate reichen von der wöchentlichen Kolumne über Essays und Reportagen bis zu Newsletter-Beiträgen und Social-Media-Kommentaren.
5 Beziehungen
5.1 digitalworld Academy
Mit der von Michael Kainz seit September 2017 geführten digitalworld Academy OG, einem Wiener Bildungsanbieter im Bereich digitales Marketing und künstliche Intelligenz, besteht eine personell und konzeptionell vermittelte Verbindung. An der Academy werden unter anderem Erwachsenenkurse zu künstlicher Intelligenz und digitaler Transformation angeboten, in deren Umfeld auch redaktionelle Beiträge des Magazins entstehen.
5.2 noocene.org
Das vorliegende offene Begriffsregister noocene.org ist als enzyklopädische Fortsetzung der auf The Digioneer erfolgten Erstveröffentlichung des Begriffs Das Noozän konzipiert und dokumentiert in Wikipedia-naher Form Begriffe, Texte, Menschen und Unternehmen, die als Pioniere des Noozäns verstanden werden.
6 Werkzeuge: AI SCORE
Im Umfeld der Erstveröffentlichung des Noozän-Begriffs entwickelte das redaktionelle Umfeld den AI SCORE, ein in Wien entwickeltes, psychometrisch konzipiertes KI-Kompetenz-Assessment, das die kognitive Verortung der eigenen Position im Verhältnis zu künstlicher Intelligenz in fünf Dimensionen erfasst und das Ergebnis einem von sieben Archetypen zuordnet (siehe AI SCORE).
7 Siehe auch
- Das Noozän (Begriff)
- AI SCORE (Selbsteinschätzungsinstrument)
- Michael Kainz (Herausgeber, Mergitor)
- Phil Roosen (Chefredakteur)
- Agathe Agricola (Redakteurin)
- Elixia Crowndrift (Reporterin)
- Jamie Walker (Emergentin)
- Sara Barr (Emergentin)
- Julie Wild (Emergentin)
8 Weblinks
9 Einzelnachweise
- Selbstdarstellung der Plattform unter digioneer.pro/ueber-uns sowie redaktionelle Beiträge, abgerufen am 28. Mai 2026.
- Berufliche Stationen Michael Kainz' nach öffentlichem LinkedIn-Profil, abgerufen am 28. Mai 2026.
- Phil Roosen: Begriffsdefinition Das Noozän. Online publiziert auf digioneer.pro/noocene, 17. März 2026, 12:19 CEST. CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication.